Die Bibliothek Andreas Züst bietet unterschiedliche Vermittlungsangebote an. Diese sind der Idee verpflichtet, dass in einer so persönlichen Bibliothek wie jener von Andreas Züst nicht die Suche nach einer einzelnen universellen Schrift im Vordergrund steht, sondern die Beziehung von Lektüre und Mensch. Denn nach Walter Benjamin – so schreibt Matthew Battles – hat sogar das bescheidenste Buch das Potenzial, ein «Buch des Schicksals» zu werden, je nachdem, welches Verhältnis seine Besitzerin, sein Besitzer zu ihm entwickelt. Und dafür will die Bibliothek Andreas Züst die Möglichkeiten eröffnen. Wir bieten daher auf Besucherinnen und Besucher zugeschnittene Führungen an, Workshops, eine Residency für Kulturschaffende sowie massgeschneiderte Programme für Schulklassen an.
Führungen

Führungen können auf Anfrage gebucht werden, auf Wunsch mit Kaffee und Kuchen. Geleitet werden sie entweder von Bea Hadorn oder Mara Züst. Sie richten sich an interessierte Gruppen und berücksichtigen die jeweiligen Bedürfnisse. Kosten: 100 CHF für eine Führung, Preis Verpflegung auf Anfrage.

Schulen

Das Angebot «Sammeln und Baden» umfasst verschiedene Module für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, für Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie für Lehrpersonen. Die Vermittlungsmodule sind ein Plädoyer dafür, dass es wichtig ist und bleibt, auch schon im frühen Alter einem eigenen Denken Raum und Möglichkeiten zu verschaffen. Eine sogenannte Wirklichkeit darf hinterfragt und angetastet werden.

Als Grundlage für die Vermittlungstätigkeit steht unsere Haltung, dass die Vermittlung von «Lebenswissen» oder «Querdenken» neben der Vermittlung der schulischen Inhalte für Jugendliche zentrale und positive Impulse mit ins Leben geben kann, in Hinsicht auf die Möglichkeiten ihres persönlichen Entfaltungspotentials.

Das Ziel ist es, das Wagnis zu begehen, seine «Stimme» zu erheben, und zwar so, dass man sich selbst wiedererkennt. Dann kann man von anderen ebenso erkannt und wiedererkannt werden. «Der schwirrende Kopf ist heute […] der Echoraum dessen, was draussen im Netzuniversum laut rauschende Realität ist und […] virtuell ist.» (Anthony O. Scott in: Kritik üben. Die Kunst des feinen Urteils).