In der Bibliothek Andreas Züst findet rund zweimal pro Jahr ein zweitägiger Workshop statt. Hierfür wird jeweils ein Gast eingeladen, aus dem Bestand der Bibliothek ein Buch auszuwählen und dieses als Ausgangspunkt für einen zweitägigen Workshop zu nutzen. Grundidee ist, sich anhand von Leseproben, Diskussionen und assoziativen Entdeckungsreisen quer durch die Bibliothek gemeinsam einem Thema anzunähern. Die Workshop-Serie wird von Annett Höland und Simone Koller organisiert.

Workshops 2018

Der letzte Workshop fand am Wochenende vom 8./9. September 2018 statt und wurde von den FilmemacherInnen Carmen Jaquier und Jan Gassmann geleitet: Wie kann das Leben vor der Kamera beobachtet und/oder inszeniert werden? Wie dramatisieren wir es? Wo sind die Grenzen zwischen Fiction und Non-Fiction? Anhand einer Szene aus einem Drehbuch spielten wir mit verschiedenen Rollen vor und hinter der Kamera. Im März 2018 waren die Designerin Hanna Bergman, Initiantin von The Reading School, und die Künstlerin Marie Raffn zu Besuch. In ihrem Workshop ging es darum, Smartphones als Tool und Filter zu nutzen um mit unterschiedlichen Formen von Lesen und Schreiben zu experimentieren.

Der nächste Workshop ist für März 2019 geplant. Infos folgen.

Bisherige Workshops

«Ein Buch lesen ist nur eine Abart des ‹Lesens› im eigentlichen Sinne. Dies besagt: Das eine zum anderen legen, in eines zusammenbringen, kurz: sammeln.» (Martin Heidegger) – Unter diesem Motto veranstaltete die Bibliothek zwischen 2012 und 2014 fünf Workshops: Ausgehend von «Self and Others» von R.D. Laing führte der Autor und Philosoph Aaron Schuster in die Geschichte der Psychiatrie und der antipsychiatrischen Bewegung ein. Der zweite Workshop thematisierte Alltagslinguistik: Gemeinsam mit Künstlerin Tine Melzer entstand eine Publikation, in der Redewendungen ad absurdum geführt wurden. Ein Jahr später gab die Künstlerin, Feministin und Kunstvermittlerin Doris Stauffer Einblick in ihr eigenes Werk und Schaffen. Jan Voss – Künstler, Verleger, Buchhändler und Rotaprint-Drucker – berichtete anhand seiner Bücher, von denen sich 22 im Bestand der Bibliothek befinden, über seine Art des Büchermachens, und produzierte mit den Teilnehmerinnen «Leere Taschenbücher». Für den fünften Workshop wurde Improvisationsmusiker Andy Guhl eingeladen, der die wichtigsten Grundsätze seiner Arbeitsweise vorstellte und mit den TeilnehmerInnen den Versuch unternahm, anhand rudimentärster Mittel Sound zu produzieren.

09/2018
03/2018
03/2017
10/2016
09/2014
01/2014
07/2013
06/2012
05/2012

Jan Gassmann und Carmen Jaquier
Hanna Bergman und Marie Raffn
John Simmons
Delphine Chapuis Schmitz
Andy Guhl
Jan Voss
Doris Stauffer
Tine Melzer
Aaron Schuster